Was ist eine Computertomographie?

Die Computertomographie, oder abgekürzt CT, ist eine spezielle Röntgenmethode, bei der eine Röntgenröhre spiralförmig um den menschlichen Körper rotiert und während der Rotation Bilddaten akquiriert. Die so gewonnenen Schnittbilder des menschlichen Körpers werden in einem Computer nachberechnet und können so überlagerungsfreie Schichtbilder aus einem untersuchten Körpervolumen erstellen.

Im Vergleich zur normalen konventionellen Röntgendiagnostik ist bei dem Einsatz der Computertomographie die Strahlenexposition etwas höher. Die diagnostische Aussagekraft des Verfahrens ist jedoch deutlich höher als bei der herkömmlichen Röntgendiagnostik und mit dieser auch kaum vergleichbar, weil durch die Computertomographie Schnittbilder aus dem Körper gewonnen werden. Auf Grund erheblich besseren diagnostischen Wertigkeit dieses Verfahrens ist das Mehr an Strahlen absolut vertretbar.

Die Computertomographie wurde möglich durch die Nutzung des mathematischen Verfahrens, das 1917 von dem österreichischen Mathematiker Johann Radon entwickelt wurde. Damals ein rein mathematischer Erkenntnisgewinn fern jeglicher Anwendungsmöglichkeiten, bildet dieser mathematische Prozess heute die Grundlage zur Berechnung von räumlichen Aufnahmen, Schnittbildern, eines Körpers mit seinen gesamten Organen.

Nach Vorarbeiten des Physikers Allan M. Cormack zwischen 1957 und 1963 realisierte der Elektrotechniker Godfrey Hounsfield mehrere Prototypen. Die erste CT-Aufnahme wurde 1971 an einem Menschen vorgenommen. Beide erhielten für ihre Arbeiten 1979 gemeinsam den Nobelpreis für Medizin.